04.03.2026
Chronik
Chronik
Erstkommunion vor 80 Jahren
Eine besondere Aufnahme haben wir von Dr. Hermann Arnold, oder wie er in Sölden freundlich genannt wird, dem „Koasrar“, erhalten. Es zeigt die Erstkommunikanten von Sölden gemeinsam mit dem Kooperator Anton Ortner. Nach den schweren Kriegsjahren hatte dieses Fest besonders Gewicht.
Die Kinder stehen beisammen, geschniegelt und gestriegelt, die Jungen mit Broschen, die Mädchen mit hübschem Kopfschmuck. Allesamt mit ernsten, aber stolzen Gesichtern. Viele tragen die eigens für diesen Tag neu genähten Anzüge und Kleider. Diese Gewänder waren die zukünftige Sonntagskleidung. Erzählungen nach hätte sich manch ein Junge lieber ganzlängige Hosen gewünscht.
Die Aufnahme entstand am 28. April 1946 vor der Totenkapelle zur Schmerzhaften Mutter Gottes in Sölden. Pfarrer Kössler Benedikt führte Mitte der 1970er Jahre die Aufbahrung der Verstorbenen in der Totenkapelle ein. Bis dahin diente sie der Aufbewahrung der ausgegrabenen „Gebeine“ der Verstorbenen. Daher kommt der heute noch gängige Name „Boahaisle“.
erste Reihe vorne v.l.:
Heidi Schöpf (geb. Falkner), Edith Fender (geb. Reinalter), Walter Schöpf, Alois Maria Gstrein, Manfred Falkner, Hermann Arnold, Serafin Fender, Herbert Morandell, Franziska Falkner (geb. Fiegl), Paula Santer (geb. Klotz), Vinzenz Gstrein
links von Kooperator:
Junge (?) von unten nach oben: Mädchen (?), Hanni Zobl (geb. Fender), Mädchen (?)
rechts vom Kooperator:
von unten nach oben: Wilhelm Holzknecht, Georg Grüner, Mädchen (?), Rudolphina Klotz (geb. Fiegl);
rechts daneben: Blandina Schöpf (geb. Fiegl), Karl Kneisl
Kontaktperson
Wolfgang Santer
Chronist | Verwaltung Protokollführer