26.01.2026

Chronik

Chronik

Gar nicht so lange her …

Sölden 1963

Gerade einmal etwas mehr als 60 Jahre ist es her, dass diese Aufnahme entstand. Die Datierung ist, durch den Baubescheid für den „Neubau einer Werkstätte mit Wohnung und Fremdenzimmern“, heute Hotel Alpenland, von Hubert und Valentin Gstrein gesichert. In der Bildmitte ist der Bau mit dem Erdgeschoß deutlich zu erkennen.

Etwas weiter taleinwärts liegt der Ortsteil Wohlfahrt. Dort sind die damals neu errichteten Gebäude – Hotel Valentin, Appartementhaus Gaislachkogl, Hotel Regina, Haus Scheiber Paul und Garni Ötztal zu sehen. Alle entstanden im ehemaligen Bachbett in den Jahren 1959/60.

In der rechten Bildmitte erkennt man den Weg in die Mittere Baurschaft.
Ganz rechts am Bildrand steht der Hof von Meinrad Santer. Der alte, steile Weg ist heute noch gut sichtbar. Steile Wege sind oft ein Hinweis auf ihr hohes Alter, während neuere Wege deutlich flacher angelegt werden. Auf diesem Weg transportierte Ignaz Falkner mit einem der ersten Traktoren in Sölden Sand aus dem Sandkasten des Kraftwerks in Plödern ins Tal. Der Bau der neuen Straße begann 1965 und im Jahr 1967 war auch Grünwald erschlossen.

Das Bild zeigt eindrucksvoll den Wandel vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zum bedeutenden Tourismusort.

Sölden 1929

Die Ötztaler Ache war in diesem Bereich sehr breit und reichte fast bis an den Westhang heran, der heutige Kirchfeldweg bildete damals das linke Ufer.

Bemerkenswert ist diese Siedlungsentwicklung auch deshalb, da die von der Ötztaler Ache ausgehende Gefahr bekannt war, die Hofer Böden wurden regelmäßig überschwemmt. Die Flussverbauung (Warch) dauerte noch mehrere Jahre, denn einerseits wurden weiterhin Steine aus der Ache als Baumaterial entnommen, andererseits war der fast ausschließlich händische Bau äußerst zeitaufwendig.

Diese Abbildung zeigt eindrucksvoll die frühere Breite der Ötztaler Ache und die bevorzugte Bebauung der etwas höher liegenden Grundstücke. Im Vergleich dazu die heutige Situation.

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1929 / 2026

Diese Abbildung zeigt eindrucksvoll die frühere Breite der Ötztaler Ache und die bevorzugte Bebauung der etwas höher liegenden Grundstücke.

Im Vergleich dazu die heutige Situation 2026.